Environment Design für Studenten

Environment Design mutiert immer mehr zu einem Buzz-Word. Gemeint ist damit grundsätzlich der bewusste und zielgerichtete Aufbau einer Umgebung. Mit Environment Design für Studenten ist folglich gemeint, wie man sich als Student eine optimale (Lern-)Umgebung schaffen kann. Ein Vorgang, der in einer Welt voller Ablenkungen immer relevanter wird. Anbei also eine entsprechende Einführung in die Welt der optimalen Lernumgebung.

Der Schreibtisch

Der Schreibtisch stellt wohl regelmäßig das Herzstück einer Lernumgebung dar. Selbstredend finden diese Regelungen aber grundsätzlich auch Anwendung auf Sofa-Lerneinheiten oder wo auch immer es dich auf deinen Lernabenteuern hintreibt, dazu aber später mehr.

Der Schreibtisch sollte logischerweise zunächst ordentlich aufgeräumt sein. Entferne alles, was du nicht unmittelbar zum Lernen benötigst. Dazu gehören unter anderem auch fachfremde Lehrbücher, jegliche Unterhaltungsmedien, Essen, und Ähnliches. Dein Schreibtisch stellt deine Arbeitsfläche dar und demnach sollte sich nur das darauf befinden, was du auch zum Arbeiten brauchst. So schaffst du es, deine Konzentration auch über längere Zeiten aufrecht zu erhalten und gegebenenfalls auch in den Flow-State zu gelangen.

Solltest du daheim keinen geeigneten Tisch besitzen, oder möchtest du ihn einfach nicht aufräumen – I feel you – empfehle ich dir einfach eine Bibliothek aufzusuchen. Dort findest du nicht nur leere Tische, sondern on top auch noch entsprechende Lehrbücher. Bibliotheken eignen sich übrigens trotz ihres teilweise angestaubten Rufes bestens zum Lernen.

Du kannst unter Umständen auch einen ruhigen Coffee-Shop aufsuchen. Dabei ist aber nicht nur der Kaffee, sondern auch die Art dieser Lernatmosphäre, reine Geschmacksache. Dafür solltest du einfach mal die unterschiedlichen Möglichkeiten ausprobieren und dich anschließend für eine Alternative entscheiden.

Bonus

Als kleinen Bonustipp empfehle ich dir darüberhinaus auch die Anschaffung eines verstellbaren Schreibtisches, den du bei Bedarf leicht in einen Stehtisch umwandeln kannst. Besonders als Student eines lernintensiven Studienganges empfiehlt es sich etwas Abwechslung hineinzubringen. Aber auch hier ist wohl jeder individuell; Denn nicht jedem fällt das Lernen im Stehen leicht. Auch hier empfehle ich es dir einfach mal für eine gewisse Zeit auszuprobieren.

Dein Desktop

Wenden wir uns nun deiner digitalen Lernumgebung zu. Die meisten Schüler und Studenten sowie Schülerinnen und Studentinnen sind mittlerweile von Stift und Papier hin zu Notebook, Tablet und Ähnlichem gewechselt. Und während ich diese Bewegung zutiefst befürworte, muss man sich dennoch auch die möglichen Risiken einer solchen Umstellung vor Augen führen.

So kann es schnell passieren, dass du von deiner Aufgabe hinweg in die Weiten des Internets geführt wirst. Oder du nebenbei beginnst YouTube-Videos zu schauen, E-Mails zu beantworten, oder mit deinen Freunden schreibst … wir wissen beide wovon ich spreche. 

Eine spezifische Aufgabe

Stelle sicher, dass dein Notebook („Notebook“ steht hierbei stellvertretend für ein elektronisches Lernmedium deiner Wahl) eine bestimmte Aufgabe erfüllt. Dein Lern-Notebook sollte demnach nicht mit den neusten Computerspielen beladen werden. Auch Serien solltest du, falls möglich, auf einem anderen Endgerät streamen. Grund hierfür ist, dass du diesen Notebook geistig mit dem Lernen beziehungsweise mit dem Arbeiten verbinden sollst. So sorgst du dafür, dass du weniger schnell abgelenkt wirst und beim Lernen auch nicht das Bedürfnis entwickelst, die nächste Staffel deiner Lieblingsserie zu schauen.

Alles zu seiner Zeit

Darüberhinaus solltest du dir eine bestimmte Zeit am Tag zurechtlegen, in der du auf E-Mails oder Nachrichten antwortest. Es ist teilweise doch sehr erschreckend, wie häufig wir uns aus unserem Fokus herausreißen lassen, nur weil uns irgendjemand geschrieben hat. Dabei verlieren wir nicht nur unseren Fokus, sondern auch einiges an Zeit. So müssen wir die Nachricht lesen, darauf antworten und uns anschließend – wenn wir uns nicht direkt darauf beim Scrollen durch Instagram und Co. erwischen – wieder in unser Thema einlesen. Wenn so etwas alle fünf Minuten geschieht, wird aus einer geplanten Stunde Lernzeit doch recht schnell effektiv eine halbe Stunde. Wenn überhaupt. Dazu kommt dann, je nach Nachricht, eine anschließende emotionale Belastung. Sowohl positive, als auch negative Emotionen können hier deinem Fokus schaden.

Nimmst du dir stattdessen vor, dass du beispielsweise ausschließlich vor und nach deiner Lernphase auf Nachrichten antwortest, kannst du dieser Falle leicht aus dem Weg gehen.

Nun ist es natürlich leicht sich das vorzunehmen; Damit dir dies aber auch gelingt, empfehle ich dir während der Lernphase deine Benachrichtigungen zu muten. Wenn du nichts recherchieren musst, könnte sich auch der Flugmodus anbieten. Zusätzlich solltest du dein Handy sicher verstauen oder gleich in einen anderen Raum legen, oder im Spind lassen, falls du dich für die Bibliothek entschieden hast. So kommst du nicht nur nicht in Versuchung, sondern ersparst dir auch die ständige Willensanstrengung, nicht auf dein Handy zu schauen.

Sofa und Co

Wie oben bereits angesprochen sind wir heutzutage selbstredend nicht mehr an einen Schreibtisch gekettet zum Lernen. So kannst du dir auch entspannt auf dem Sofa den Stoff aneignen oder ihn entsprechend wiederholen. Die eben genannten Regeln gelten dennoch; Sorge dafür, dass sich möglichst wenig Ablenkungen in deiner Umgebung befinden. Ganz besonders etwaige Fernbedienungen sind, ähnlich wie dein Handy, vor dem Lernbeginn in ein anderes Zimmer zu verfrachten. Eine weitere Herausforderung stellt sich bei dem entspannten Lernen darüber hinaus auch immer wieder: Die Müdigkeit. Solltest du feststellen, dass du während des Lernens müde wirst und die Augen immer schwerer werden, solltest du dich vermutlich lieber für eine der zuvor genannten Methoden entscheiden.

Fazit – Environment Design

Es wird deutlich, wie wichtig eine minimalistische Arbeitsumgebung für deinen Fokus sein kann. Leuchtet ein, je weniger Ablenkungen um dich herum sind umso leichter kannst du dich auf die Sache vor dir konzentrieren. Und die Fähigkeit sich über einen längeren Zeitraum einer Aufgabe zu widmen kommt heutzutage einer Superpower doch ziemlich nahe. Das Erlernen dieser Fähigkeit kann durch Techniken wie einem gelungenen Environment Design optimal unterstützt werden. Klar ist, dass sich dieses Environment nicht mehr nur auf die analoge, sondern sich schon längst auch auf die digitale Welt ausgebreitet hat und du dort ebenso auf eine lernfördernde Umgebung achten musst.

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