Lernstrategien fürs Jurastudium

Von einer sehr geführten Lernstruktur der Schule zu einer sehr Selbständigen an Universitäten zu wechseln, stellt für viele Studenten des ersten Semesters eine große Herausforderung dar. Noch härter erwischt es da dann noch die Jurastudenten, welche sich zu Beginn jeden Lern-Anknüpfungspunkt nahezu eigenständig erarbeiten müssen. Es stellt sich also die Frage: Wie lernt man am besten im Jurastudium?

Häufig wird von älteren Kommilitonen die Ansicht vertreten, dass man die ersten Semester doch entspannen solle, da letztlich eh nur die Examensnote zählt. Den Gedanken solltest du streichen bevor du weiter liest. Ein Blick auf den Examensnoten-Schnitt sollte mehr als deutlich machen, dass man im Hinblick auf Lernstrategien nicht der Mehrheit folgen sollte. Mit diesem Grundgedanken im Hinterkopf, schauen wir uns doch mal an, wie ein perfekter Lernplan – zumindest aus Studiensicht – aussehen würde:

Das Aneignen der Theorie:

Der erste Schritt wird es sein, dass du dir die Theorie der verschiedenen Fachbereiche des Semesters aneignest. Am besten bereits innerhalb der ersten zwei bis drei Semesterwochen. Ziel davon ist es nicht, dass du jedes Problem bis ins letzte Detail beherrschst, sondern viel mehr, dass du eine gute Übersicht über den Stoff hast, die Schemata kennst und weißt, wo eventuelle Schwerpunkte lauern werden. Sobald du den Stoff in dieser Form drauf hast, werden die Vorlesungen größtenteils für dich Wiederholung und Vertiefung sein. In den Übungen wirst du dich gut beteiligen können und auf diese Weise den gelernten Stoff perfekt verinnerlichen.

Fälle lösen:

Das ist das eigentliche Kernstück des Jurastudiums und der Grund, warum du dir so schnell die notwendige Theorie aneignen solltest. Den hauptsächlichen Teil des Semesters gilt es nämlich mit den Falllösungen zu verbringen. So automatisierst du nicht nur die relevanten Schemata, sondern du entwickelst auch ein Verständnis für das Recht und schulst dein Auge fürs Erkennen von Problemschwerpunkten in Klausuren. Nach den ersten zwei bis drei Wochen solltest du demnach Fälle lösen, teils ausformuliert, aber ruhig teils auch nur als Lösungsskizze.

Lernen mit Karteikarten:

Hast du dir dann durch die Fälle die relevanten Schwerpunkte herausgearbeitet, solltest du diese auf Karteikarten festhalten und neben dem Lösen von Fällen dich immer wieder selbst abfragen. So richtest du deinen Fokus noch mehr auf die enorm wichtigen Klausurprobleme.

Vertiefen mit Kommentaren:

Nebenbei solltest du auch immer Punkte in Fällen, an denen du nicht direkt weiterkommst, in Kommentaren nachlesen oder auf diesem Blog(!). Auch so schärfst du dein rechtliches Verständnis.

Natürlich sollte man neben dem Studium nicht gänzlich das Studentenleben vernachlässigen. So hast du mit einer solchen Lernroutine auch noch genug Freizeit. Viel besser, wenn du dir bereits so früh und effizient den Stoff erarbeitest, wirst du dir auch den unnötigen Stress und die durchzulernenden Nächte vor den Klausuren ersparen. Also, worauf wartest du noch?

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Kannst du das schon?

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Die Theorie in zwei bis drei Wochen aneignen? Was meinst du damit? Ein komplettes Lehrbuch durcharbeiten? In nur drei Wochen? Wie sollte das zu schaffen sein?

    Bin über den Marzipantorten-Podcast auf diesen Blog aufmerksam geworden. Kompliment zu der Folge; hat mir gut gefallen.

    Antworten
    • Ein Lehrbuch dürfte wohl den Rahmen von zwei bis drei Wochen sprengen, da gebe ich dir recht. Ziel ist es, dass du einen Überblick über den Stoff der Vorlesung hast und die relevanten Schemata kennst, damit du den Übungen und Vorlesungen gut folgen kannst. Ob man dafür Crashkurse anschaut, kurze Skripte durcharbeitet oder das wichtigste aus einem Lehrbuch “skimmt” hängt vom Studierenden ab.

      Dein Kompliment freut mich sehr, danke! Werde bei Gelegenheit neue Folgen aufnehmen.

      Antworten

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