Julian Drach

Krankenversicherung als Student über 30

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Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag. Vielen Dank!

Wenn es mit dem Studium doch länger als geplant dauert, oder sich erst später für ein Studium entschieden wurde, muss man sich selbstredend auch um eine Krankenversicherung bemühen. Hier also alles zur Krankenversicherung bei Studenten über 30.

Krankenversicherung für Studenten über 30 – die Basics

Wenn man mit 30 noch studiert, muss man sich selber um die Krankenversicherung kümmern. Mit 30 Jahren endet nämlich die gesetzliche studentische Versicherung, bzw. das Anrecht auf eine Krankenversicherung als Student. Da kann es für dich teuer werden.
Nach Auslauf des Anrechts auf gesetzliche Krankenversicherung muss nun eine gesetzliche oder private Krankenversicherung abgeschlossen werden, bei der die Beiträge durchaus kostspielig werden können.
Nur in wenigen Ausnahmefällen kann man die gesetzliche Dauer der Krankenversicherung noch bis zum Alter von 37 Jahren verlängern.

Ausnahmefälle

Natürlich verläuft das Leben nicht bei jedem gleich. Deswegen dauert auch das Studium oft länger oder beginnt einfach etwas später. Demnach gibt es Ausnahmen, bei welchen man auch als Student Ü30 noch die gesetzliche Krankenversicherung in Anspruch nehmen kann.
Studenten, die auf zweitem Bildungswege das Studium später anfangen, können sich mit über 30 Jahren noch gesetzlich versichern, bzw. die Verlängerung beantragen. Ebenso ist es der Fall, wenn Studenten, zuvor beim Zivildienst waren. Auch wenn die Geburt eines Kindes das Studium hinauszögert, kann die studentische Krankenversicherung verlängert werden. Doch in diesen Fällen werden die Umstände immer vorher seitens der Versicherung geprüft und entweder bewilligt oder abgelehnt. Bei Letzterem gilt es dann, sich privat oder gesetzlich selber zu versichern. Und so wird es gemacht:

Private Krankenversicherung für Studenten – wirklich günstiger?

Es ist durchaus möglich! In der Regel kann eine gesetzliche Krankenversicherung als Student über 30 ziemlich teuer werden. Die monatlichen Beiträge variieren zwischen 180 und 200 Euro. Deswegen ist es oft vorteilhafter eine private Krankenversicherung zu wählen.
Um sich auch als Student über 30 für Krankheitsfälle zu versichern, muss innerhalb von 90 Tagen nach Auslauf der gesetzlichen studentischen Versicherung eine Beitrittszustimmung bei der Versicherung abgegeben werden.
Private Krankenkassen bieten in solchen Fällen verschiedene Tarife, die günstiger sind als die gesetzliche Variante. Beispielsweise lässt sich an der Versicherung sparen, wenn der Student sich im letzten Semester befindet. Hier kann man verschiedene Versicherungsmodelle nutzen, um auf möglichst niedrige Beiträge im Monat zu kommen.

Am Anfang des Studiums hat man auch die Möglichkeit sich komplett von der gesetzlichen Krankenversicherung befreien zu lassen. Das gilt dann für die Gesamtdauer des Studiums. Hierbei schließt man dann einen Vertrag bei einem Privatversicherer ab. Dass das aber in jedem Fall vorteilhaft ist, ist weniger wahrscheinlich. Lässt man sich nämlich für das komplette Studium von der gesetzlichen Versicherung befreien, so kann man diese erst wieder abschließen, nachdem das Studium beendet ist und man die erste Stelle bei einem Arbeitgeber angenommen hat.
Sollte das Studium dann länger dauern, hat man den Nachteil, dass eine gesetzliche Versicherung nicht mehr möglich ist.
Auch bei Stellen, die man noch in der Ausbildung oder während des Studiums annimmt, gelten die gleichen Regeln. Man kann sich trotzdem hinterher nicht mehr gesetzlich versichern lassen.
Ein guter Weg wäre es also, wenn man so lange es geht die studentische gesetzliche Versicherung nutzt. Sollte es dann mit dem Studium länger dauern, kann man sich hinterher privat oder gesetzlich auf eigene Kosten versichern.

Aber auch auf die gesetzliche Versicherung für Studenten über 30 gibt es in der Regel einen Zuschuss, wodurch die monatlichen Beiträge geringer ausfallen können.

Ausländische Studenten über 30

Studenten, die in Deutschland studieren wollen oder schon studieren und über 30 Jahre alt sind, können die gesetzliche Krankenversicherung aus ihrem Heimatland anerkennen lassen. Hierbei ist aber zu beachten, inwiefern die dortige Versicherung auch Krankheitsfälle in Deutschland übernimmt. Das sollte man also vorher bei der eigenen Versicherung abklären.

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